von Aktion Deutschland Hilft/LandsAid
Seit Monaten hat es in vielen Regionen Kenias nicht mehr geregnet, die Böden sind ausgetrocknet. Nur die wenigsten Pflanzen können unter diesen Bedingungen überleben. Aber: Die Menschen in Kenia sind auf die Landwirtschaft angewiesen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt von dem, was sie auf ihren Feldern anbaut.
98 Prozent der Landwirtschaft hängen wiederum vom Regen ab. Jede klimabedingte Dürre ist für die Familien eine extreme Belastung. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat unsere Bündnisorganisation LandsAid gemeinsam mit dem lokalen Partner CIVS ein umfangreiches Projekt ins Leben gerufen, bei dem sich alles um eine ganz besondere Pflanze dreht: den Maniok.
"Tropische Kartoffel" auf Modellfarmen
Maniok – auch Cassava oder "tropische Kartoffel" genannt – ist eine sehr hitze- und dürrebeständige, gleichzeitig vitamin- und nährstoffhaltige Pflanze, die sogar extremen Trockenperioden trotzt. An fünf Standorten haben die Helferinnen und Helfer deshalb Maniok-Modellfarmen angelegt und die Bäuerinnen und Bauern in nachhaltigen Anbaumethoden geschult.
Damit es nicht bei Landwirtschaft bleibt, wurden an drei Standorten im Kisumu-County sogenannte Ressourcen-Center aufgebaut, in denen der geerntete Maniok zu Mehl verarbeitet wird. Dieses Mehl können die Bäuerinnen und Bauern anschließend im Hauptcenter in Ahero zu Brot verbacken.
Ernährungssicherheit für über 2.000 Menschen
Darüber hinaus dienen die aufgebauten Zentren als Schulungsstätte: Hier bieten die Helferinnen und Helfer Ausbildungen zum Maniok-Bäcker und Kurse zu Marketing, Finanzen und Computernutzung an. Die Bäuerinnen und Bauern werden dazu ermutigt, eigene kleine Unternehmen zu gründen, um durch den Verkauf von Maniokprodukten ihr Einkommen dauerhaft zu verbessern.
Zunächst wird der geerntete Maniok gewaschen und in einer "Peeling-Anlage" geschält. Dort löst sich durch kräftiges Rütteln die Schale. Die geschälten Knollen werden schließlich geschnetzelt und in einem mit schwarzer Bodenfolie versehenen Zelt, das sich durch die Sonneneinstrahlung stark aufheizt, getrocknet.
Erst dann werden die Schnetzel in der Mühle zu verschiedenen Mehlsorten verarbeitet und in Säcke gefüllt. Die Mehlsäcke werden in einem Lagerraum aus Backstein aufbewahrt, bis das Mehl schließlich zum Backen von Brot und Kuchen oder zum Kochen eines Hauptgerichts in Kenia – Ugali, ein Maisbrei – weiterverwendet werden kann.
Junge Menschen ermöglicht die Bäckerausbildung eine berufliche Perspektive abseits der Landwirtschaft. Über 2.000 Bäuerinnen und Bauern in der Provinz Kisumu profitieren bereits heute von der Hilfe von LandsAid und der Wunderpflanze Maniok.
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