von den Johannitern
Viele der medizinischen Einrichtungen im Erdbebengebiet sind beschädigt oder komplett zerstört. So arbeitet in Mandalay, einer Stadt mit 1,6 Millionen Einwohnern und Epizentrum des Bebens, nur noch ein Krankenhaus.
"Die meisten Kliniken der Stadt sind beschädigt oder zerstört und haben ihre Patientinnen und Patienten in das einzig funktionierende staatliche Krankenhaus verlegt. Das Krankenhaus ist völlig überlastet. Medikamente und Verbrauchsmaterial werden knapp", berichtet Aung Thura, medizinischer Koordinator der Johanniter, aus Mandalay.
Medizinisches Personal unterstützt ehrenamtlich
Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Johanniter-Länderbüro in Yangon bereitet er nur den Einsatz zweier mobiler Kliniken in der Stadt Mandalay vor. "Medizinisches Personal hat sich bei mir gemeldet, dass uns ehrenamtlich bei der Versorgung unterstützen möchte", freut sich der Mediziner. Daneben sorgt sich Thura vor allem um die Ausbreitung von Krankheiten.
"Viele Menschen leben auf öffentlichen Plätzen oder unter Planen. Sie haben alles verloren und können sich nicht mehr selbst versorgen. Besonders die Trinkwasserversorgung wird kritisch. Denn die Wasserleitung der Stadt ist zusammengebrochen, das Stromnetz beschädigt. Wasser gibt es nur aus Brunnen, die aber aufgrund der Sommerzeit häufig ausgetrocknet sind. Da kann es schnell zum Ausbruch von Krankheiten durch die Nutzung von schmutzigem Wasser kommen", sagt Thura. Neben der medizinischen Versorgung helfen die Johanniter den Menschen deshalb mit Bargeld, um sich die lebensnotwendigsten Dinge wie Nahrung, Trinkwasser oder Kochgeschirr kaufen zu können.
250.000 Euro für Soforthilfe, Unterstützung aus Deutschland auf dem Weg
Für die Soforthilfemaßnahmen stellen die Johanniter zunächst 250.000 Euro zur Verfügung. Zur Verstärkung des Teams befindet sich Johanniter-Mitarbeiterin Birte Kötter auf dem Weg ins Erdbebengebiet. "Wir haben ein sehr gutes Team und ich hoffe, dass wir schnell einen Beitrag zur Linderung der Not leisten können", sagt die gebürtige Osnabrückerin.
Seit 16 Jahren sind die Johanniter mit einem Büro in Yangon vertreten, seit zwei Jahren zusätzlich mit einem Büro in der Provinz Rakhine. Mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) sowie Spenden an Aktion Deutschland Hilft und die Johanniter werden Projekte in den Provinzen Karen, Shan, Chin und Rakhine im Bereich Gesundheit, Ernährungssicherheit und Nothilfe nach Naturkatastrophen umgesetzt. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor vier Jahren unterstützen die Johanniter zudem Vertriebene auf myanmarischer und thailändischer Seite mit Hilfsgütern sowie bei der medizinischen Versorgung.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Myanmar.
Stichwort: Erdbeben Myanmar
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
© Bündnis deutscher Hilfsorganisationen
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